Den passenden Laufschuh finden

Viele von uns kennen die Problematik einen geeigneten Fitness-/Laufschuh zu finden. Am Anfang habe ich dem Thema passendes Schuhwerk ehrlich gesagt wenig Beachtung geschenkt. Als ich letztes Jahr mit dem Joggen begonnen habe, habe ich mir ein paar alte Turnschuhe von meinem Vater gegriffen die ich noch im Keller fand, und bin einfach los gelaufen. Nach den ersten paar Läufen habe ich allerdings schmerzlich feststellen müssen, dass diese wohl nicht die ideale Passform für mich hatten. Wie ich noch von meiner Musterung weiß, habe ich nämlich einen „Knick-Senk-Spreiz-Fuss“ zu Deutsch einen Plattfuß, was sicherlich bei der Auswahl von Laufschuhen auch berücksichtigt werden sollte. Als ich dann irgendwann später mit Freeletics begann, wurde mir erneut bewusst wie wichtig anständige Sportschuhe sind. Da man bei Freeletics extrem viele Übungen mit Sprungbewegungen hat, ist es mehr als ratsam eine solide Dämpfung im Schuh zu haben um die Gelenke zu schonen.

Ich habe das Glück, dass ich ein exzellentes Fachgeschäft für Laufschuhe direkt bei mir im Ort habe. Dieses habe ich also aufgesucht und wurde bezüglich dem passenden Schuh perfekt beraten. Meinen Plattfuß hat die Verkäuferin mir schon beim Betreten des Ladens angesehen. Nun hat aber eben nicht jeder die Zeit oder Lust einen Laden aufzusuchen und möchte die Vorteile des Online-Shoppings nutzen. Ich kaufe auch extrem viel online ein, weil ich einfach wesentlich schneller Produkte vergleichen und finden kann die mir zusagen.

Das gerade im Punkte Laufschuhe viele Eigenschaften eine Rolle spielen für den potentiellen Käufer, haben mittlerweile auch die Branchengrößen gemerkt und bieten seitdem Assistenten an. Diese sollen besonders dem Einsteiger helfen sollen aus der schieren Menge an Schuhen einen für die eigenen Bedürfnisse möglichst Passenden zu finden. Ich habe mir die Assistenten von Runnerspoint und Sportscheck angesehen und ein wenig verglichen.

Sportscheck

Der Laufschuhberater von Sportscheck kommt optisch ansprechend gestaltet daher. In der oberen Pfeilstruktur kann man direkt erkennen, dass man nicht sehr viele Infos eingeben musse bis man am Ziel ist. Auf der ersten Seite wird neben Geschlecht und Schuhgröße direkt gefragt, ob man Einlagen in den Schuhen verwenden möchte. Anschließend geht es darum ob die Schuhe zum Wettkampf oder zum Training dienen sollen. Danach wird noch noch nach Laufintensität (gemütlich, schnell…) und Schuhtyp (Trail, Allround, Natural running) gefragt und dann gelangt man auch schon auf die Ergebnisseite. Ich habe euch den kompletten Assistenten in einer Slideshow zusammen gefasst, damit ihr euch selbst einen Eindruck machen könnt.

Insgesamt gefällt mir hier gut, dass man recht schnell ans Ziel gelangt. Gefehlt hat mir Beispielsweise die Frage nach der Fußstellung. Ich konnte also nicht angeben, dass ich einen Plattfuß habe und daher Schuhe mit besonders guter Stütze benötige. Der Assistent kommt sehr einfach daher, und benötigt keine Messungen und dergleichen. Für den Einsteiger sind die gemachten Angaben daher ausreichend um das 1. Paar Laufschuhe für sich zu finden.

Runnerspoint

Ganz anders präsentiert sich der Berater von Runnerspoint. Dieser kommt wesentlich orthopädischer daher und verlangt eine Menge an Informationen. Im Unterschied zum Assistenten von Sportscheck werden hier nur Fragen zur Person und den körperlichen Gegebenheiten gestellt. Es wird sehr detailliert nach Fußstellung, Beinstellung sowie der Beweglichkeit gefragt. Sehr gut finde ich, dass es zu jedem Schritt ein Anleitungsvideo gibt wie man die benötigte Angabe bestimmt. Eine Unterscheidung zwischen den unterschiedlichen Lauftypen und Verwendungszweck (Wettkampf, Hobby etc.) erfolgt dann auf der Ergebnisseite in Form von unterschiedlichen Trefferkategorien. Das finde ich sehr durchdacht. Auch hier die verschiedenen Schritte in einer Slideshow zusammgengefasst:

Unterm Strich könnte des dem Ein oder Anderen zu viel an Informationen sein, die hier abgefragt werden. Wenn man alle Fragen korrekt beantworten möchte ist man schon ein wenig beschäftigt insofern man die Angaben nicht schon im Kopf hat. Sinnvoll sind die gemachten Angaben auf jeden Fall, ob allerdings auch wirklich alle Informationen in die Selektion der Schuhe mit einfließen ist unklar.

Fazit:

Sicherlich kann kein Online-Assistent der rein auf Textueller Eingabe beruht fachkundiges Personal im Laden vor Ort ersetzen. Jedoch ist es auf jeden Fall ratsam einen Solchen zu nutzen, wenn man vorhat sich Laufschuhe online zu kaufen. Beide von mir angesehen Assistenten verfolgen unterschiedliche Ansätze. Der von Sportscheck hübsch gestaltete Assistent möchte den Kunden in wenigen Schritten mit möglichst wenig Fragen ans Ziel bringen. Runnerspoint wirkt sich mit seinem Wizard sehr Medizinisch/Orthopädisch und es Bedarf dann doch einiger Geduld bis man zur Ergebnisseite gelangt. Ich denke mit keinem der Beiden macht man wirklich etwas falsch, wenn man die Auswahl an Schuhen vor der Auswahl etwas eingrenzen möchte.

Also keep on running 🙂